Osten · Oriental
Berkane
34° 55′ N · 2° 19′ W
Berkane liegt in der Ebene von Triffa am Fuß der Beni Snassen. Die Clementinen der Ebene tragen seit 2010 die geschützte Angabe „Clémentine de Berkane“.
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Lage
Berkane ist Hauptort der gleichnamigen Provinz und liegt in der Ebene von Triffa, die im Süden vom Massiv der Beni Snassen überragt wird. Bei der Volkszählung 2024 zählte die Stadt 99 069 Einwohner, die Provinz 284 061; 61,8 Prozent der Provinzbevölkerung leben in Städten.
Wirtschaft
Durch Erlass des Landwirtschaftsministers vom 30. April 2010, veröffentlicht im Bulletin officiel vom 5. August 2010, ist „Clémentine de Berkane“ als geografische Angabe anerkannt. Ihr Gebiet ist die Ebene von Triffa zwischen dem Mittelmeer im Norden, dem Oued Kiss und der Präfektur Oujda-Angad im Osten, der Kette der Beni Snassen im Süden und den Bergen des Vorrif im Westen. Dazu gehören die Gemeinden Boughriba, Chouihia, Zegzel, Aghbal, Laatamna, Fezouane und Madagh.
Zugelassen sind zwei Sorten, der Klon von Berkane und Nules. Die Früchte sind kernlos, haben eine rötlich orange, leicht lösbare Schale und einen Saftanteil von 40 bis 56 Prozent. Die Reifezeit reicht von Anfang Oktober bis Anfang Januar.
Geschichte
Im Massiv der Beni Snassen liegt die Grotte de Taforalt. Marokko reichte sie am 1. Juli 1995 für die Tentativliste des UNESCO-Welterbes ein; der Eintrag beschreibt eine etwa 55 Meter tiefe Galerie, deren Schichten das Jungpaläolithikum Nordafrikas abbilden, und eine Nekropole mit rund hundert Bestatteten. Die Gemeinde Tafoughalt zählte 2024 2366 Einwohner.
In der Höhle, die auch Grotte des Pigeons heißt, fanden Archäologen durchbohrte Gehäuse der Meeresschnecke Nassarius gibbosulus, mit rotem Ocker überzogen und nach den Gebrauchsspuren zum Teil aufgehängt getragen. Die Fundschichten wurden auf etwa 82 000 Jahre datiert. 2018 veröffentlichte ein Forschungsteam das Erbgut von sieben rund 15 000 Jahre alten Menschen aus Taforalt, die der iberomaurusischen Kultur zugeordnet werden.
Natur
An der Westgrenze der Gemeinde Saïdia fließt die Moulouya ins Mittelmeer. Ihre Mündung mit der Überschwemmungsebene ist seit dem 15. Januar 2005 Ramsar-Gebiet mit 2340 Hektar. Das Datenblatt nennt sie einen wichtigen Rastplatz für Zugvögel und führt unter anderem Diademrotschwanz, Marmelente und Korallenmöwe auf.
Heute
Saïdia gehört zur Provinz Berkane und zählte 2024 10 514 Einwohner. Am 19. Juni 2009 wurde dort Mediterrania Saïdia eröffnet, die erste Station des Plan Azur.
In Kürze
- Region
- Oriental
- Einwohner
- 99 069 (2024), Provinz 284 061
- Geografische Angabe
- Clémentine de Berkane, Erlass vom 30. April 2010
- Erntezeit
- Anfang Oktober bis Anfang Januar
- Ramsar-Gebiet
- Mündung der Moulouya, 2340 ha
Monate mit mildem Klima
Februar, März, April, Mai, Oktober, November, Dezember. Monate mit mittleren Tageshöchstwerten zwischen 17 und 30 °C und weniger als 60 mm Niederschlag; Oujda (WMO 60115, 465 m, 1991–2020).
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Geprüft am 24. Okt. 2026. Jede Zahl im Text öffnet ihre Quelle.