Osten · Oriental
Ras el Ma
auch Cap de l’Eau
35° 08′ N · 2° 26′ W
Ras El Ma, auch Ras Kebdana genannt, liegt an der Mündung der Moulouya und zählte 2024 7527 Einwohner. Die Flussmündung ist seit 2005 Ramsar-Gebiet.
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Lage
Ras El Ma liegt an der Mittelmeerküste der Provinz Nador am Nordostende des Rif und wird auch Ras Kebdana genannt. Die Provinz gehört zur Region Oriental. Bei der Volkszählung 2024 zählte die Gemeinde 7527 Einwohner in 2077 Haushalten. In der Provinz Nador sprechen 81,0 Prozent der Menschen Darija und 71,1 Prozent Tarifit.
Natur
Der Ort liegt an der Mündung der Moulouya. Das Ramsar-Gebiet Embouchure de la Moulouya umfasst den Küstenabschnitt zwischen Saïdia und Ras El Ma mit der Mündung und der angrenzenden Küstenebene. Eingetragen wurde es am 15. Januar 2005; es ist 2340 Hektar groß. Rund 71 und 23 Prozent der Fläche liegen in zwei ständigen Jagdschutzgebieten.
Zum Gebiet gehören die Mündung mit ihrer Überschwemmungsebene, zeitweise überflutete Salzsümpfe, ein niedriger Dünengürtel, ein angrenzender Meeresstreifen und eine aufgegebene Aquakulturanlage. Der Fluss fließt hier sechs bis sieben Kilometer weit durch einen Auwald aus Tamarisken; diesen Wald und die Salzsteppen zählt das Datenblatt zu den ausgedehntesten Nordafrikas. Verheerende Hochwasser haben das Flussbett im vergangenen Jahrhundert mehrmals jäh verändert.
Das Einzugsgebiet der Moulouya umfasst 58 500 Quadratkilometer; zwei Talsperren, Mohammed V und Machraa Hammadi, regeln heute den Zufluss zur Mündung. Das unmittelbare Einzugsgebiet wird von den Bergen der Beni Snassen und der Kebdana begrenzt. Mulden in der Ebene und die Hochwasser des Flusses füllen das küstennahe Grundwasser mit Süßwasser auf.
Unter den Fischen nennt das Datenblatt drei seltene Arten, darunter die nur in der Moulouya heimische Barbe Barbus moulouyensis; Finte und Aal nutzen die Mündung als Laich- oder Aufwuchsgebiet. Zu den aufgeführten Vögeln gehören Purpurreiher, Rallenreiher, Rohrdommel, Säbelschnäbler und Zwergseeschwalbe; von der Marmelente werden rund 400 Tiere angegeben. Auch der Fischotter kommt vor.
Wirtschaft
Der Fischereihafen des Ortes trägt den Namen Ras Kebdana. Ein Datenblatt des FAO-Projekts ArtFiMed zur handwerklichen Fischerei im Mittelmeer zählte hier um 2002 79 Boote und rund 300 Fischer und verzeichnete eine Kühlhalle und einen Fischmarkt. Gefischt wurde unter anderem mit Stellnetzen und Langleinen.
Ras El Ma liegt zwölf Kilometer westlich von Saïdia; über seinen Stränden erhebt sich eine rund 40 Meter hohe Klippe. Le Desk beschreibt die felsige Küste als Tauchrevier und den Ort mit zahlreichen Fischrestaurants. Vor der Küste liegen die Chafarinas-Inseln.
Anreise und Verkehr
Nach dem amtlichen Landesportal (Stand 2011) waren an der Mittelmeer-Umgehungsstraße die Abschnitte von Saïdia nach Ras Kebdana mit 20 Kilometern und vom Oued Kert nach Ras Kebdana mit 92 Kilometern fertiggestellt. Die Straße soll auf 550 Kilometern Tanger mit Saïdia verbinden.
In Kürze
- Region
- Oriental
- Provinz
- Nador, 565 987 Einwohner (2024)
- Einwohner
- 7527 (2024)
- Sprachen
- Darija 81,0 %, Tarifit 71,1 % der Provinzbevölkerung (2024)
- Schutzgebiet
- Moulouya-Mündung, Ramsar-Gebiet seit 2005, 2340 ha
- Hafen
- Fischereihafen Ras Kebdana
Monate mit mildem Klima
Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember. Monate mit mittleren Tageshöchstwerten zwischen 17 und 30 °C und weniger als 60 mm Niederschlag; Melilla (WMO 60338, 52 m, 1991–2020).
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Luftlinie, keine Fahrstrecke.
Geprüft am 24. Okt. 2026. Jede Zahl im Text öffnet ihre Quelle.