Mitte · Marrakesch-Safi
Imlil
31° 08′ N · 7° 55′ W
Imlil, ein Dorf in der Provinz Al Haouz, ist ein bevorzugter Ausgangspunkt für die Besteigung des Toubkal, des höchsten Gipfels Nordafrikas. Hier hat der Verband der Bergführer des Gebiets sein Büro.
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Lage
Imlil ist ein Dorf in der Provinz Al Haouz, die zur Region Marrakesch-Safi gehört. Es liegt in einem Schluchtgebiet auf halbem Weg zwischen dem Toubkal im Süden und Oukaïmeden im Norden.
Wirtschaft
Der Regionalrat für Tourismus beschreibt Imlil als bevorzugten Ausgangspunkt für die Besteigung des Toubkal, des höchsten Gipfels Nordafrikas. Für den Aufstieg setzt er zwei bis drei Tage an, mit Unterkünften auf 3207 Metern, die der Gewöhnung an die Höhe dienen. Wegen dieser Lage am Fuß des Toubkal (4167 m) wählte ein Sprachforscher Imlil, um bei den zahlreichen Hochgebirgsführern des Weidegebiets Auskünfte über die gepfiffene Sprache des Hohen Atlas zu sammeln.
In Imlil hat der Verband der Bergführer sein Büro; dort treffen und verständigen sich die amtlich anerkannten Führer, andere werden nicht zugelassen. Der Verband bietet das ganze Jahr Wanderungen an, auch mit Maultieren oder mit dem Mountainbike.
Natur
Das Dorf ist Zugang zum Nationalpark und zum Hochland des Toubkal. Der Park wurde 1942 als erster Nationalpark Marokkos geschaffen und reicht über den mittleren Hohen Atlas zwischen dem Tal des N'Fiss im Westen und dem der Ourika im Osten. Er schützt die höchsten Bergmassive Nordafrikas, in deren Mitte der Jbel Toubkal, auch Adrar n'Dern („Berg der Berge“) genannt, 4167 Meter erreicht.
Im Gebiet des Parks entspringen N'Fiss, Rherhaya, Ourika und Souss, die Täler und Ebenen des Vorlands bewässern. Zu seinem Erbe zählen zahlreiche Felsbilder, die älter als 5000 Jahre sind, und der Ifni-See auf 2600 Metern.
Rund 40 000 Menschen besuchen den Park im Jahr. Gesucht werden vor allem der Gipfel des Toubkal, die Landschaften des Hochgebirges, die amazighische Kultur der Bergdörfer, Wanderungen und Klettern; Maultierpfade und organisierte Netze von Führern, Maultiertreibern und Trägern erleichtern den Zugang.
Der Regionalrat für Tourismus Marrakesch-Safi stellte 2021 drei Routen in den Mittelpunkt seiner Werbung; eine davon, „Marrakech Atlas Drive“, führt über Imlil, den Toubkal und Oukaïmeden.
Heute
Das Erdbeben vom 8. September 2023 hatte seinen Herd unter dem Hohen Atlas in der Provinz Al Haouz. Das Programm für Wiederaufbau und Aufwertung der betroffenen Gebiete, das das Königliche Kabinett am 20. September 2023 vorstellte, sieht neben dem Wiederaufbau von Wohnungen und Infrastruktur ausdrücklich vor, soziale Defizite vor allem in den betroffenen Berggebieten rascher abzubauen.
Klima
Die Klimawerte stammen von der Station Marrakesch auf 464 Metern, nicht aus dem Gebirge. Im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 fielen dort 221 Millimeter Niederschlag im Jahr; die mittlere Tageshöchsttemperatur reichte von 19,1 °C im Januar bis 37,7 °C im Juli.
In Kürze
- Region
- Marrakesch-Safi, Provinz Al Haouz
- Nationalpark
- Toubkal, seit 1942
- Jbel Toubkal
- 4167 m
- Besucher des Parks
- rund 40 000 im Jahr
Monate mit mildem Klima
Januar, Februar, März, April, Mai, Oktober, November, Dezember. Monate mit mittleren Tageshöchstwerten zwischen 17 und 30 °C und weniger als 60 mm Niederschlag; Marrakech (WMO 60230, 464 m, 1991–2020).
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Geprüft am 24. Okt. 2026. Jede Zahl im Text öffnet ihre Quelle.