Sahara · Laâyoune-Sakia El Hamra
Boujdour
26° 08′ N · 14° 29′ W
Boujdour zählte 2024 57 360 Einwohner. Neben einem Schutzhafen für die handwerkliche Fischerei hat die Stadt seit dem 26. April 2012 einen neuen Hafen, vor allem für die Küstenfischerei.
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Lage
Boujdour gehört zur gleichnamigen Provinz in der Region Laâyoune-Sakia El Hamra. Die Stadt ist der städtische und administrative Mittelpunkt der Provinz. Ihr Hafen an der Atlantikküste ist über die Nationalstraße 1 angebunden, die Laâyoune mit Lagouira verbindet.
Bei der Volkszählung 2024 zählte die Gemeinde Boujdour 57 360 Einwohner in 13 815 Haushalten, die Provinz 65 381. Die städtische Bevölkerung der Provinz wuchs von 42 651 im Jahr 2014 auf 57 360, im Mittel um 3 Prozent im Jahr. Auf die Stadt entfallen 87,7 Prozent der Provinzbevölkerung, der Rest auf die Gemeinden Gueltat Zemmour, Jraifia und Lamssid.
Im Alltag sprechen 91,9 Prozent der Einwohner der Provinz Darija, 19,9 Prozent Hassania und 16,6 Prozent Amazigh. Ein Haushalt zählte 2024 im Durchschnitt vier Personen, 2014 waren es 4,4. Der Anteil der Menschen ab 60 Jahren stieg in diesen zehn Jahren von 4,4 auf 7,1 Prozent.
Geschichte
Das Kap Boujdour spielte in der Geschichte der portugiesischen Seefahrt eine Rolle: Zwölf Jahre lang kehrten die Schiffe Heinrichs des Seefahrers vor ihm um, bis Gil Eanes, ein Knappe des Prinzen, es 1434 umfuhr. Nach dem Hafenfachmann Najib Cherfaoui brauchte es fünfzehn Expeditionen, bis das Kap passiert war.
Bauwerke
Nach Cherfaoui stand bei Boujdour schon im 16. Jahrhundert ein mit Holz befeuerter Leuchtturm; Reste davon sind nahe der Stadt erhalten. Der heutige Leuchtturm, um den die Stadt gewachsen ist, wurde 1950 errichtet und 1956 in Betrieb genommen: ein siebeneckiger Turm von 52 Metern Höhe, dessen elektrisches Feuer 24 Seemeilen weit reicht. Etwa 50 Kilometer von der Stadt entfernt steht am Kap Aghti El Ghazi ein weiterer, 32 Meter hoher Leuchtturm, der mit Solarstrom arbeitet.
Wirtschaft
Der Hafen von Boujdour besteht aus einem Schutzhafen für die handwerkliche Fischerei hinter einer 386 Meter langen Mole und einem neuen Hafen, der seit dem 26. April 2012 in Betrieb ist. Dort wird vor allem Küstenfischerei betrieben, und auch die Fänge der pelagischen Fischerei werden angelandet.
Der neue Hafen wird von einer 724 Meter langen Hauptmole und einer 260 Meter langen Gegenmole geschützt. Für die Fischerei stehen 490 Meter Kai zur Verfügung, davon 150 Meter bei fünf Metern Wassertiefe, 160 Meter bei drei Metern und 180 Meter schwimmende Anleger; dazu kommen acht Hektar Landflächen, ein Hafenbecken von 8,5 Hektar und eine Slipanlage für Fischerboote.
Heute
Trinkwasser gewinnt das Office National de l'Électricité et de l'Eau Potable (ONEE) in Boujdour durch Entsalzung von Meerwasser. Die erste Anlage entstand 1977, erweitert wurde 1995, 2005, 2011 und 2016; für die Leistung nennt eine Präsentation des ONEE von 2021 an einer Stelle 10 800, an anderer 11 500 Kubikmeter am Tag.
In Kürze
- Region
- Laâyoune-Sakia El Hamra
- Provinz
- Boujdour, 65 381 Einwohner (2024)
- Einwohner
- 57 360 (2024)
- Sprachen
- Darija 91,9 %, Hassania 19,9 %, Amazigh 16,6 % der Provinzbevölkerung (2024)
- Hafen
- neuer Hafen seit dem 26. April 2012
- Leuchtturm
- 52 m hoch, in Betrieb seit 1956
Monate mit mildem Klima
Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, Oktober, November, Dezember. Monate mit mittleren Tageshöchstwerten zwischen 17 und 30 °C und weniger als 60 mm Niederschlag; Laâyoune (WMO 60033, 64 m, 1991–2020).
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