Kaiserstädte · Fès-Meknès
Moulay Idriss
auch Moulay Idriss Zerhoun
34° 03′ N · 5° 31′ W
Moulay Idriss Zerhoun grenzt an die Ausgrabungsstätte Volubilis und birgt das Grab von Idris I., dem Begründer der Idrisiden-Dynastie, Ziel einer jährlichen Wallfahrt. Die Gemeinde zählte 2024 10 038 Einwohner, und seit 1995 steht die Stadt auf der Tentativliste der UNESCO.
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Lage
Moulay Idriss Zerhoun ist eine Gemeinde der Präfektur Meknès, die zur Region Fès-Meknès gehört. Bei der Volkszählung 2024 lebten hier 10 038 Menschen in 2947 Haushalten. Die Stadt wurde am Berg Zerhoun gegründet und grenzt an die Ausgrabungsstätte Volubilis am Fuß des Jbel Zerhoun.
Geschichte
Nach der Beschreibung, die Marokko 1995 bei der UNESCO einreichte, gründete Idris I. die Stadt am Ende des 8. Jahrhunderts; er gilt dort als Begründer des ersten islamischen Staates in Marokko. Ihr geistlicher Rang brachte mehrere Heiligtümer hervor, deren wichtigstes das Mausoleum Moulay Idriss ist. Das benachbarte Volubilis war für kurze Zeit Hauptstadt von Idris I. Er hatte sich 789 mit den Berberstämmen der Gegend verbündet, vor allem mit den Awraba, und starb 791.
Bauwerke
Volubilis wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. als Hauptstadt Mauretaniens gegründet und war später ein wichtiger Außenposten des Römischen Reichs. Die Ausgrabungsstätte umfasst 42 Hektar innerhalb der römischen Stadtmauer von 168–169 n. Chr.; Mosaiken, Statuen aus Marmor und Bronze und Hunderte Inschriften belegen zehn Jahrhunderte Besiedlung bis in die islamische Zeit. Seit 1997 ist Volubilis Welterbe nach den Kriterien ii, iii, iv und vi, mit einer Pufferzone von 4200 Hektar.
Ein Grabbau für Idris I. stand an dieser Stelle vermutlich seit seinem Tod. 1318 sollen seine Gebeine hier wiederentdeckt worden sein, und in der Zeit der Meriniden nahm der jährliche Moussem im August Gestalt an. Sultan Moulay Ismail ließ das Mausoleum abreißen und von 1719 bis 1721 größer neu errichten. 1822 ließ Sultan Moulay Abderrahmane die Moschee größer neu bauen, und unter Sidi Mohammed (1859–1873) schuf der Kunsthandwerker Ibn Makhlouf aus Meknès Fliesendekor.
Die Stadt liegt auf zwei benachbarten Hügeln, Khiber und Tasga, die ihre beiden Hauptviertel bilden; dazwischen steht der Komplex um das Mausoleum, das ein grün gedecktes Pyramidendach trägt. Auf dem höheren Khiber liegen die 1939 erbaute Sentissi-Moschee mit einem runden Minarett aus grünen Fliesen und weißer kufischer Schrift sowie das Grabmal des Sidi Abdallah el Hajjam.
Die UNESCO hebt hervor, dass die Stadt das Grab des Dynastiegründers birgt und Ziel einer jährlichen Wallfahrt ist. Die Direktion für Kulturerbe des Kulturministeriums meldete Moulay Idriss Zerhoun am 1. Juli 1995 für die Tentativliste an, mit den Kriterien ii, iv und vi und dem Hinweis auf eine islamische Architektur, die sich in das kulturelle Umfeld des Ortes einfügt.
In Kürze
- Region
- Fès-Meknès, Präfektur Meknès
- Einwohner
- 10 038 (2024)
- Grab
- Idris I., Begründer der Idrisiden
- Mausoleum
- Neubau 1719–1721 unter Moulay Ismail
- Nachbar
- Volubilis, Welterbe seit 1997
- UNESCO
- Tentativliste seit 1995
Monate mit mildem Klima
Februar, März, April, Mai, September, Oktober. Monate mit mittleren Tageshöchstwerten zwischen 17 und 30 °C und weniger als 60 mm Niederschlag; Meknès (WMO 60150, 548 m, 1991–2020).
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